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Bau einer Gleiswendel mit diversen Materialien aus dem Baumarkt…
Hier wird beschrieben wie man einen Gleiswendel selber bauen kann.

Materialien aus dem Baumarkt:
Sperrholz, Vorhangstangengw-vorhangstangeWinkel, Vorhangstopper, Schrauben
gw-winkelgw-stoppergw-schrauben
Platte, Schweissdraht,
Schrauben für Oberleitungen
gw-plattegw-schweissgw-obsch
Für den Bau einer Gleiswendel benötigen Sie folgende Materialien:
  • 5mm Sperrholz für die Wendel selber
  • Vorhangstangen, Vorhangschienen, Aluprofil
  • Befestigungswinkel aus Metall
  • Vorhangstopper aus Metall bestehend aus Schraube und Mutter, besser Inbusschrauben
  • Zylinderkopfschrauben, Unterlagsscheiben und Muttern
  • Übergangsplatte, Metallplatte vorgebohrt, passend zu Winkel und passende Senkkopfschrauben
  • Schweissdraht für Oberleitung
  • Rundkopfschrauben für Oberleitungsdraht

Links sehen Sie die Materialien abgebildet. Möchten Sie die Stützen am Bodenbrett befestigen, so ist zusätzlich ein Winkel mehr pro Stütze erforderlich.

Die Anzahl der Winkel wird durch die Anzahl der Wendel bestimmt. Pro Wendel habe ich 2 x 8 Stützen (45° Teilung) vorgesehen. Es ist aber durchaus auch möglich nur 2 x 6 Stützen (60° Teilung) zu verwenden. Das kommt natürlich auch auf die Ein- und Ausfahrt der Gleiswendel an.

Zusammengesetzte Einheit gw-montiert1 gw-montiert2
Vorbereitung

Die Aluminium-Vorhangstangen sind auf die passende Länge zu schneiden. Die Länge ergibt sich aus der totalen Höhe der Gleiswendel. Für die Befestigung am Bodenbrett muss an der Stütze zusätzlich ein Loch gebohrt werden, damit der Befestigungswinkel mittels Stopper montiert werden kann.In der Schiene selber können nun die restlichen Winkel entsprechend der Anzahl Wendel montiert werden. Das genaue Mass der Höhenabstände muss anhand des Radius und der Steigung errechnet werden. Sie können jedoch vorerst die Winkel provisorisch befestigen, also nur leicht anziehen.Auf den Sperrholzplatten zeichnen Sie nun die Wendel auf und sägen dementsprechend dieselben aus, wenn möglich alle zusammen gleichzeitig.Verschrauben Sie die Platten provisorisch, wenn nötig.An den Orten wo zwei Wendel zusammen treffen muss mittels eines Flacheisens ein anderer Übergang gebohrt werden. Danach bohren Sie die Löcher für die Winkelbefestigung.Möchten Sie grössere Wendel erstellen, ab so ca. 4 Etagen, so ist es besser grössere/dickere Aluminiumprofile zu verwenden, statt der Vorhangschienen.

gw-montiert0

gw-befestigung

gw-montiert3

gw-montiert4

gw-montiert5

Vergrössern mit einem „Klick“ auf’s Bild.

Rohbau & Oberleitung

Bevor die Wendel montiert werden können, müssen Sie auf den zuvor eingezeichneten Mittelachslinien der Gleise die Oberleitung montieren. Die Oberleitung habe ich mittels Messing-Rundkopfschrauben und verkupfertem Schweissdraht hergestellt. Der 1.5 mm dicke Schweissdraht gibt es als Meterware. Der Draht lässt sich so leicht dem Radius der Gleise anpassen.Ich habe alle 15 cm eine Schraube eingedreht und den Draht dort festgelötet. Die Übergänge respektive das Ende des Drahtes habe ich durch eine leichte Wölbung gegen das Trassenbrett gelegt und das so auf beiden Seiten, dass sich diese überschneiden. Der Draht ist dann somit ca. 2cm pro Seite länger als die Trassenwendel. Die Drähte selber habe ich einfach zusammengelötet und zwar so, dass kein spürbarer Übergang entsteht. Etwas feilen muss wohl sein.Andernfalls könnte für eine solche Oberleitung auch Flexgleismaterial verwendet werden oder fertige Systeme wie die von der Firma Menninghaus.Die Enden der Oberleitung habe ich umgebogen und etwas nach oben gebogen, so dass die Bügel gut einfädeln.

Montage

Anstatt der Schlitz-Schrauben der Stopper ist es eventuell besser, wenn Sie Inbusschrauben verwenden. Mit einem Schraubenzieher ist es nachträglich sehr schwierig, noch Einstellungen vorzunehmen.

Etwas einfacher jedoch mit einem Inbus- oder Gabel-Schlüssel.Plazieren Sie den untersten Wendel mittels den Stützen, danach schrauben Sie die Stützen am Bodenbrett fest. Bohren Sie nun die passenden Löcher (wenn nicht schon geschehen) in die Wendel für die Winkelbefestigung und schrauben diese fest. Bitte beachten Sie, dass die Stützen nicht zu nahe an die Wendel montiert werden, da Sie unter Umständen nicht mehr an die Schrauben kommen und die Winkel nicht mehr einstellen können.

Des weiteren ist zu beachten, dass die Stützen immer senkrecht bleiben, also eventuell mit einer Wasserwage nachprüfen. Das Gebilde ist nun bereits sehr stabil.Die Ein- und Ausfahrt der Wendel sollten mit der Hälfte der Steigung für eine Strecke von ca. 40-80 cm beginnen, respektive enden.Vergessen Sie auch nicht die Gleise bereits zu isolieren und / oder die Verdrahtung der Stromversorgung vorzunehmen.

  • Ein Wendel, der eine Steigung grösser als 2 Prozent aufweisst, sollte keine Halteblöcke aufweisen.
  • Die Steigung der Wendel sollte wenn möglich 3.5% nicht übersteigen. Mit einem Radius von 360mm sollte die Steigung nicht grösser als 2.5% sein.
  • Wenn genug Platz vorhanden ist, würde ich eine ovale Wendel bevorzugen.
  • Grössere Steigungen als 3.5% sind problematisch! Sie müssen am Objekt getestet werden.
Die Steigung kann wie folgt berechnet werden:

Höhe / Umfang * 100
Radius = 360 mm, Durchmesser = 2 * 360 = 720mm
Umfang = Durchmesser * PI  => 720 * 22 / 7 = 2262.86 mm
Höhe = 95mm


Steigung in Prozent:

Höhe / Umfang * 100
95 / 2262.86 * 100 = 4.1%


Höhe in mm:

Prozent / 100 * Umfang
3 / 100 * 2262 = 67.9mm


Winkel (alfa) in ° (Grad):

tan-I ( von Höhe / Umfang )
95 / 2262.86 = 0.04419…
tan-I(0.04419) = 2.811 °

tan-I = Umgekerte Tagent Funktion , also Tangent Invertiert.
Siehe auch Trigonometrische Funktionen


Beachten Sie, das Sie für die Durchfahrtshöhe die Dicke der Trasse , Gleise und Oberleitung subtrahieren.
So die Wendel ist fertig und funktioniert.